16.09.2013

Beim „8. Apfeltag“ dreht sich alles um die gesunde Frucht und die Streuobstwiesen

Zum achten Mal dreht sich am Sonntag, 22. September, in Bad Homburg alles rund um den Apfel: Die Stadt Bad Homburg lädt in Zusammenarbeit mit der Hegegemeinschaft Ober-Erlenbach, der Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld, dem Verein Landschaftsschutz Platzenberg sowie dem Naturschutzverband NABU wieder zum „Apfeltag“ ein. Die Veranstaltung findet von 11 bis 17 Uhr auf der Staatsdomäne Oberhof in Ober-Erlenbach, Burgholzhäuser Straße, statt. Da nur wenige Parkplätze vorhanden sind, bittet die Stadtverwaltung, umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus zu kommen. 

Der traditionelle Anbau von Äpfeln und anderen Obstarten auf Streuobstwiesen sowie der Erhalt von seltenen alten Apfelsorten stehen im Mittelpunkt des Tages. Es wird über die Rettung, Pflege und Nutzung der Streuobstwiesen informiert, die wertvollen Landschaftsteile am Rande Ober-Erlenbachs können bei Führungen erkundet werden. Eine Apfelausstellung stellt viele verschiedene Sorten vor. Wie ihr Saft oder der anderer Früchte ohne chemische Konservierungsstoffe haltbar gemacht werden kann, zeigen Demonstrationen der „Baumannschen Glocke“. Sie ist eine Erfindung des vor 50 Jahren verstorbenen Josef Baumann, einem Ober-Erlenbacher Pionier der gärungslosen Früchteverwertung.

Der ausgesprochen gesunde Apfel wird zu vielen Köstlichkeiten verarbeitet. Auch davon können sich die Besucher überzeugen – und die Ergebnisse kosten oder kaufen. Auf Keltern können Kinder und Erwachsene selbst leckeren Apfelsaft herstellen und gleich trinken. Äppelwoi aus der letztjährigen Ernte gibt es natürlich ebenfalls, dazu andere kühle Getränke oder Kaffee, zu dem Obstkuchen gereicht wird. Auf dem Grill brutzeln verschiedene Köstlichkeiten. An Verkaufsständen werden Äppelwoi, Obstbrände, Honig, Schafprodukte und andere schöne Sachen angeboten.

Der Apfeltag wird abwechselnd in den verschiede­nen Streuobstgebieten Bad Homburgs gefeiert. Die Stadt initiierte den Apfeltag vor acht Jahren, um auf die zunehmende Verbra­chung und das Verschwinden der Streuobstwiesen aufmerksam zu machen. Die land­schaftsprägenden Streuobstbestände der Kurstadt liegen im Kirdorfer Feld, in Ober-Erlenbach, am Platzenberg und am Pilgerrain. Von Anfang an wurde im Sinne einer nachhaltigen Pflege und des Erhalts der Bestände auf die Kooperation mit den Bad Homburger Naturschutz-Verbänden und Vereinen einerseits und den Eigentümern bzw. Nutzern von Streuobstwie­sen andererseits gesetzt. Die Stadt unterstützt den Erhalt der Streuobstbestände auch durch finanzielle Zuschüsse im Rah­men des Streuobstwiesenförderprogramms.

www.bad-homburg.de

Back to overview