Städte in der Umgebung

Oberursel

Oberursel, die Hessentagsstadt 2011! Modernes Leben ist hier ebenso zuhause wie der Hauch einer faszinierenden Vergangenheit. Mit viel Liebe zum Detail wurden seit den 70er Jahren vom Verfall bedrohte Häuser in der Altstadt restauriert. Der „Historische Stadtrundweg“ führt durch die malerischen Winkel und an sehenswerten Bauwerken vorbei, wie das historische Rathaus oder die St. Ursula-Kirche mit ihrem hohen Turm. Interessante Geschäfte und gemütliche Lokale laden zu einem entspannten Bummel ein.

Oberursel nennt sich wegen seiner zahlreichen Brunnen die „Brunnenstadt“. Jährlich wird eine Brunnenkönigin gekürt und das am Wochenende nach Pfingsten stattfindende Brunnenfest zählt zu den Höhepunkten des ohnehin veranstaltungsreichen Jahres.

Wasser war früher die Lebensader der Stadt. Am Urselbach entstanden im Mittelalter 13 Mühlen. Einige blieben erhalten, von anderen sind noch Spuren zu sehen. Auf dem Mühlenwanderweg kann zugleich die Natur am Biotop Bach erlebt werden. Pflanzen- und Tierwelt, die Entwicklung der Mühlen und Ökologie wird an den dazu passenden Stellen auf 24 Schautafeln erläutert.

Friedrichsdorf

Gleich zwei Namen hat sich Friedrichsdorf gegeben: die Zwiebackstadt und die Philipp-Reis-Stadt. Ende des 18. Jahrhunderts entstand die erste von später einigen Zwiebackfabriken. Friedrichsdorfer Zwieback war ob seiner Qualität in der ganzen Welt begehrt. Und Philipp Reis hat 1861 in Friedrichsdorf das Telefon erfunden und den legendären Satz gesprochen: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“. Alexander Graham Bell entwickelte das Reis’sche Telefon weiter und brachte es zur Marktreife.

Das Philipp-Reis-Haus mit seiner Philipp-Reis-Sammlung und ortsgeschichtlichen Exponaten ist eine der beliebten Sehenswürdigkeiten, genauso der pittoreske Ortskern von Burgholzhausen, einer von drei Stadtteilen Friedrichsdorfs. In der Stadt selbst stehen geschichtsträchtige Gebäude in einem reizvollen Kontrast zum modernen städtischen Ambiente. Eine üppige Palette an Restaurants, Bistros und Kneipen sowie ein breitgefächertes kulturelles Potpurri lassen die Abende nicht langweilig werden.

Markierte Wanderwege, wie der Friedrichsdorfer Rundwanderweg laden zu ausgedehnten Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung ein. Minigolf-Anlage, Trimm-Pfad oder Freibad bieten sportlich interessierten Gästen ein reiches Betätigungsfeld.

Königstein

Die Burgruine ist, neben der malerischen Altstadt, die beliebteste Attraktion von Königstein. Wahrscheinlich im 12. Jahrhundert, also zu Barbarossas Zeiten, wurde die Burg erbaut. Vor der Kulisse der mächtigen Mauern finden heutzutage kulturelle Veranstaltungen und Feste statt.

Seit dem 19. Jahrhundert ist Königstein eine Kurstadt, in der Atmen zu Medizin wird. Das Heilklima ist staatlich anerkannt. Und seit dem Jahr 2005 gibt es rund um Königstein einen 20 Quadratkilometer großen, in Deutschland bislang einmaligen Heilklima-Park. Auf 34 leistungsphysiologisch vermessenen Wegen aller Schwierigkeitsgrade können insgesamt 180 Kilometer Natur erwandert werden. Die Routen werden je nach Fitness ausgesucht.

Aber auch im Königsteiner Kurpark, auf dem Herzwanderweg oder auf vielen weiteren Wanderwegen kommt das Heilklima der Gesundheit zugute. Für sportlich Aktive stehen außerdem das Kurbad und ein Freibad zur Verfügung.

Kronberg

Bei einem Spaziergang durch Kronberg erlebt man auf Schritt und Tritt Geschichte. Vermutlich aus Barbarossas Zeiten (12. Jahrhundert) stammt die Burg, die während der Kaiserzeit restauriert und in einigen Bereichen wieder aufgebaut wurde. In ihr ist ein Museum mit interessanten Ausstellungen zu finden.

Teile der alten Stadtmauer und das Eichentor als einziges erhaltenes Stadttor sprechen ebenso von längst vergangenen Jahrhunderten wie die verwinkelten Gassen der Kronberger Altstadt. Die Zeit des Barock findet sich in der repräsentativen Receptur und der Streitkirche wieder.

Sichtbare Spuren hinterließ nicht zuletzt Viktoria, die Gattin Kaiser Friedrichs III., die sich Kaiserin Friedrich nannte. Sie setzte sich für den Erhalt der mittelalterlichen Burg ein und sie nahm nach dem Tod ihres Mannes 1899 nach einiger Zeit Aufenthalt in Homburg ihren Witwensitz in Kronberg – im für sie erbauten Schloss Friedrichshof, in dem heute das luxuriöse und weithin bekannte Schlosshotel Kronberg untergebracht ist. Der malerische Viktoriapark ist ihr gewidmet.

Frankfurt am Main

In Frankfurt herrschen Kontraste. Hinter der imposantesten Skyline Deutschlands verbergen sich viele grüne Refugien, in der emsigen internationalen Finanz- und Messestadt findet sich jede Menge Beschaulichkeit und anheimelnde Gemütlichkeit. Und die moderne Weltmetropole schaut auf eine stolze Geschichte, für die es zahlreiche Zeugnisse gibt. Genannt seien nur der Römer, der seit 1405 als Frankfurts Rathaus dient, der Kaiserdom, in dem ab 1356 zehn deutsche Kaiser gekrönt wurden, die Paulskirche, die als Wiege der deutschen Demokratie gilt, und das Goethe-Haus, in dem man sich auf die Spuren von Frankfurts berühmtesten Sohn begibt.

Das Museumsufer ist eine der bedeutendsten Ansammlungen von Museen in Deutschland. Ein Dutzend Museen reihen sich am Main aneinander, die Themen reichen von Architektur über Film bis zur Bildenden Kunst. Den schönsten Blick auf das Museumsufer wie auch auf die Skyline hat man vom Eisernen Steg aus. Die 1869 gebaute Brücke ist eines der bekanntesten Baudenkmäler der Stadt. Und sie bringt die Fußgänger von „Hibb de Bach nach Dribb de Bach“, also vom Frankfurter Zentrum zum gegenüberliegenden Stadtteil Sachsenhausen. Dort sind sie zu finden, die originalen Frankfurter Äppelwoi-Kneipen, in denen zum „Stöffsche“ Rippchen mit Kraut serviert werden.

Grün ist die Stadt an vielerlei Orten: im Palmengarten, in den mehr als zehn, zum Teil historischen Parkanlagen, im Stadtwald, im GrünGürtel, im Botanischen Garten der Universität oder auch in den beiden Zoos.