Partnerstädte

Weltoffen sind die Bad Homburger, seitdem ab Mitte des 19. Jahrhunderts  Gäste aus vielen Ländern der Erde Gesundheit und Erholung in der Kurstadt suchten. Den Willen zur Verständigung über die Grenzen hinweg bekundeten die Bad Homburger nach dem 2. Weltkrieg durch mittlerweile neun Städtepartnerschaften.

Bereits 1956 gelang der Stadt eine – für damalige Zeiten – Pionierleistung: Sie gründete einen Partnerschaftsring, dem zunächst fünf europäische Städte angehörten: Bad Mondorf in Luxemburg, Cabourg in Frankreich, Chur in der Schweiz, Mayrhofen in Österreich und Terracina in Italien. Neun Jahre später kam die südenglische Stadt Exeter dazu.

Nach der „Wende“ ging die seit 1953 bestehende Patenschaft für Marienbad / Marianske Lazne in der heutigen Tschechischen Republik 1991 in eine offizielle Partnerschaft über. Im Juli 1994 folgte der Vertrag mit Peterhof in Russland und im Jahr 2002 wurde Dubrovnik in Kroatien die neunte Partnerstadt Bad Homburgs.

Bad Homburg pflegt mit seinen Partnerstädten einen regen Austausch, der sich nicht nur auf die kommunalpolitische und Verwaltungsebene beschränkt. Jugendgruppen und Schulklassen, Gruppen aus Vereinen, Verbänden, Kirchengemeinden und anderen Institutionen besuchen sich in regelmäßigen Abständen gegenseitig. Auch öffentliche kulturelle Programme beleben den Gedanken des Miteinanders über Grenzen hinweg.

Bad Mondorf, Luxemburg

Ein charmanter Erholungsort im Südwesten des Großherzogtums Luxemburg, ein Kur- und Ferienzentrum mit besonders mildem Klima: das ist Bad Mondorf. Das neue Kurzentrum "Mondorf le Domaine Thermal" bietet modernste Anwendungs- und Therapieeinrichtungen sowie Sport- und Freizeitanlagen. Die Thermalquellen Bad Mondorfs haben sich vor allem bei Leber und Gallenblasenleiden sowie rheumatischen Krankheiten und Atembeschwerden bewährt.

In Bad Mondorf gibt es die einzige Spielbank Luxemburgs, das "Casino 2000". Die Gemeinde hatte sich 127 Jahre um die Einrichtung einer Spielbank bemüht. Das 1983 eröffnete Kasino bietet neben den Spielsälen auch Gastronomie, Tanz und ein Unterhaltungsprogramm mit international bekannten Künstlern. Besondere Sehenswürdigkeiten in Bad Mondorf sind der knapp 50 Hektar große Kurpark, die 1766 erbaute Barockkirche sowie das römische Kastell. Das nur acht Kilometer entfernte Moseltal sowie die nahegelegene luxemburgische Hauptstadt laden zu Ausflügen ein.

Von der Familienpension bis zum Vier-Sterne-Hotel reicht das Angebot der Hotellerie, ebenso stehen moderne Tagungs- und Seminarräume zur Verfügung. Feinschmecker finden in den zahlreichen Restaurants die ganze Palette zwischen gutbürgerlicher Küche und exklusivem Gourmet-Restaurant. Zu Tennis, Squash, Sauna und Schwimmen sowie ins Fitneßzentrum lädt der Sport- und Freizeitclub Bad Mondorfs ein.

Cabourg, Frankreich

Noch 1853 war Cabourg ein kleines Fischerdorf, bis ein Pariser Advokat, Henri Durand-Morimbau, beschloss, neben dem „alten“ Cabourg ein Seebad zu errichten. Er gründete eine Gesellschaft, die die Strände aufkaufte. Paul Leroux, ein junger Architekt aus Caen, entwarf den Plan der Stadt Cabourg-les-Bains. Das erste Casino wurde 1854 aus Holz erbaut und Hunderte von Bäumen wurden entlang der geplanten Alleen gepflanzt. 1861 wurde das erste Grand Hotel in Cabourg gebaut.

Von einer Gruppe besorgter Bürger wurde 1887 ein begehbarer Deich gebaut, der 1.800 Meter lang war. 1912 übernahm die Stadt die Unterhaltung des Deiches.

Von 1907 bis 1914 verbrachte der Schriftsteller Marcel Proust (1871 – 1922) jeden Sommer in Cabourg. Bevorzugt wohnte er im noblen Grand Hotel. Hier schrieb er auch seinen Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Bekannte Namen wie Edith Piaf und Gilbert Bécaud gingen hier später ebenfalls aus und ein.

Cabourg ist heute ein Seebad mit ca. 4000 Einwohnern in der französischen Region Basse-Normandie im Département Calvados.

Die an der Côte Fleurie mit ihrem feinen Sandstrand gelegene Stadt hat bis heute den Charme der "Belle Epoque" bewahrt und ist von Paris aus in zwei Stunden zu erreichen. Pferdeliebhaber aus aller Welt treffen sich in Cabourg, denn der Ort ist das französische Zentrum des Trabrennsports. Auf der neuen Pferderennbahn finden von April bis Oktober Trabrennen. statt.

Ein herrlicher, am Meer gelegener 18-Loch Golfplatz und ein 9-Loch Platz laden zum Golfspiel ein.

Chur, Schweiz

Chur Panorama im Winter, © Chur Tourismus/Andrea Badrutt

Lust auf Bergzauber oder pulsierendes Stadtleben? Die Alpenstadt Chur bietet beides. Malerische Gassen und schneebedeckte Berge, moderne Einkaufszentren und unverfälschte Natur. Die älteste Stadt der Schweiz ist aber nicht nur von gestern. Kulturveranstaltungen, Bars und Klubs, Museen, Shoppingcenter und kleine Läden beleben die Hauptstadt Graubündens. Voller urbaner Lebenslust, inmitten einer alpinen Zauberwelt. Kelten, Römer, Ostgoten, Franken, sie alle beherrschten einst Chur als Tor zu wichtigen Handelsrouten und Alpenübergängen. Geblieben sind eine über 5000jährige Geschichte, belegt durch jungsteinzeitliche, bronzezeitliche und römische Funde sowie aus der jüngeren Vergangenheit beeindruckende Bauten wie die 800jährige Kathedrale am Bischofssitz.

Für Geschichtshungrige bietet eine Stadtführung eine wahre Entdeckungsreise.

Mit dem Hausberg Brambrüesch besitzt die Stadt ein eigenes Winter- und Sommersportgebiet. Im Sommer lassen sich von Chur aus Wanderungen und Weingutbesichtigungen in der Bündner Herrschaft unternehmen. Chur ist das Tor zu den Bündner Bergen: 26 Ferien- und Kurorte sind in weniger als einer Stunde von Chur aus erreichbar

Die im Jahr 2008  von der Unesco als Welterbe gekürte Schweizer Bernina-Bahn führt zwischen der Kantonshauptstadt Chur im schweizerischen Rheintal über St. Moritz und Pontresina im Engadin durch das Valposchiavo bis nach Tirano im italienischen Veltlin und gilt als schönste und einzige offene Alpenüberquerung.

Dubrovnik, Kroatien

Dubrovnik, Kroatien

Die „Perle der Adria“ wie Dubrovnik häufig genannt wird, gilt als die faszinierendste und beeindruckendste Stadt Kroatiens. Der irische Dichter George Bernhard Shaw sagte nach einem Besuch dieser Stadt: „Diejenigen, die das Paradies auf Erden suchen, sollten nach Dubrovnik kommen.“

Schon die Römer siedelten auf dem Felsvorsprung - Dubrovnik selbst geht auf das 7. Jahrhundert zurück. Zunächst unter byzantinischer Herrschaft stehend, wurde Dubrovnik Mitte des 14. Jahrhunderts freie Stadtrepublik und blieb es, bis Napoleon die Stadt 1806 besetzte. Der Wiener Kongress brachte ihr den Anschluss an Österreich-Ungarn. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Dubrovnik Teil des neuen Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen, aus dem nach dem 2. Weltkrieg Jugoslawien hervorging.

Auch wenn inzwischen viele Zeit vergangen ist, der Reiz und der Zauber der Stadt sind geblieben.
Bei einem Bummel durch Dubrovnik sollte man auf keinen Fall die Stadtmauer auslassen. Von den mächtigen Wällen und Befestigungsanlagen genießt man einen herrlichen Ausblick über die roten Tondächer der Altstadt und das tiefblaue Meer.

Zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt zählt sicherlich die gegenüber des beeindruckenden großen Onofrio-Brunnens gelegene Erlöserkapelle Sveti Spas mit Ihren prächtigen Marmoraltären sowie das Franziskanerkloster direkt nebenan. Der im Übergangsstil von der Spätgotik bis zur Renaissance erbaute Sponza-Palast schräg gegenüber von Sveti Vlaho zählt zu den wenigen Gebäuden, die das Erdbeben von 1667 überstanden haben.
 
Auch das einstmals außerhalb der Stadtmauer gelegene Dominikanerkloster mit seinem beeindruckenden Kreuzgang und den im Klostermuseum untergebrachten großformatigen Altarbildern sollte auf dem Rundgang durch Dubrovnik nicht ausgelassen werden.

Der frühere Knotenpunkt der Handelswege zwischen Venedig und dem östlichen Teil des Mittelmeers ist beliebter Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe und Yachten.

Exeter, Großbritannien

(c) Tony Howell

Exeter zählt zu den ältesten Städten Großbritanniens. Vor der Eroberung durch die Römer (etwa 50 n. Chr.) lag an der Stelle des heutigen Exeter eine Siedlung des britischen Stammes der Dumnoni. Die Römer errichteten hier eine Siedlung und umgaben ihre Stadt  mit einer breiten Wallanlage, die heute noch zu großen Teilen  erhalten ist.  Heute wie früher liegt innerhalb der alten Stadtmauer das lebendige Zentrum Exeters, mit einem modernen Handels- und Geschäftsviertel und vielen betriebsamen Einkaufsstraßen

Im 9. und 10. Jahrhundert war Exeter eine wichtige Bastion der Sachsen, die den Angriffen der Dänen lange standhielt, 1003 aber dennoch eingenommen wurde. 1050 wurde Exeter zum Bistum. William der Eroberer nahm die Stadt im Jahr 1068 ein. Sehenswert sind auch die Ruinen der von William I. dem Eroberer im 11. Jahrhundert erbauten Burg Rougemont. Sicherlich das berühmteste Bauwerk in Exeter ist die Kathedrale Saint Peter, die in den Jahren zwischen etwa 1280 und 1369 errichtet wurde. Die im gotischen Stil gehaltene Kirche ist wegen ihrer einzigartigen Querschifftürme bekannt. In der Bibliothek der Kathedrale befinden sich viele wertvolle Manuskripte (darunter eines aus dem 10. Jahrhundert mit dem Namen Exeter Book).

Die Guildhall aus dem 15. Jahrhundert gilt als ältestes Rathaus Englands, sehenswert sind auch das alte Zollhaus und das Zunfthaus der Weber sowie das schon bei Francis Drake und Walter Raleigh beliebte Mol's Kaffeehaus.

Westlich von Exeter liegt Dartmoor, eine wilde Sumpflandschaft mit Wäldern und Bergen. In der Umgebung und an der nur 15 Kilometer entfernten Küste von Devon laden viele reizvolle Orte zum Besuch ein. Ein Höhepunkt des Jahres ist das Exeter-Festival im Juli, wenn internationale Künstler ein buntes Potpourri der Kulturen präsentieren.

Marienbad, Tschechien

Marienbad, das gemeinsam mit Karlsbad und Franzensbad zum sogenannten westböhmischen Kurortdreieck gehört, wird auch als "Juwel der tschechischen Bäder" bezeichnet. Rund 70 Kilometer Promenadenwege laden zu Spaziergängen durch die Stadt ein, deren Bild von der imposanten Architektur des 19. Jahrhunderts geprägt ist. Zahlreiche Gebäude wurden in den letzten Jahren liebevoll restauriert.

In Marienbad gibt es etwa 40 Heilquellen, die Hauptindikationen sind Erkrankungen der Atem-, Nieren- und Harnwege sowie des Bewegungsapparates. Die Behandlung von Krankheiten und das Kurwesen haben in Marienbad lange Tradition. Der Ruf des tschechischen Heilbades zog viele Künstler und Prominente an. Zu den berühmtesten Kurgästen zählten Johann Wolfgang von Goethe, Richard Wagner, Johann Strauß, Stefan Zweig und Franz Kafka. Der englische König Eduard VII. gehörte zu den besonders treuen Besuchern der Stadt, insgesamt kam er neunmal nach Marienbad. Heute werden bei den Anwendungen in den Kureinrichtungen modernste Methoden angewandt.

Abwechslungsreich ist das kulturelle Angebot der Stadt: Im Sommer werden in den berühmten Kolonnaden Kurkonzerte veranstaltet, es gibt Theatervorstellungen, Konzerte und Tanzabende. Höhepunkt ist das jährliche Chopin-Festival im August. Tagesausflüge führen nach Eger, Karlsbad, Franzensbad oder ins Stift Tepl mit seiner einzigartigen Bibliothek.

Mayrhofen, Österreich

Am Scheitelpunkt des Zillertals gelegen, bietet Mayrhofen seinen Gästen eine Vielzahl von Erholungs- und Sportmöglichkeiten. Die Gemeinde ist einer der beliebtesten österreichischen Tourismusorte, was sie der herrlichen Landschaft und ihren gastfreundlichen Einwohnern verdankt.

Im Sommer und im Winter - Mayrhofen ist ein Geschenk an alle, die aktive Erholung suchen. Die über 200 Kilometer langen, gepflegten Wanderwege sowie das 372 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet "Zillertaler Hauptkamm" sind für Bergwanderer und Spaziergänger besonders attraktiv. Wer es abenteuerlicher mag, kann Drachenfliegen, Mountainbiken, Paddeln oder bei Wildwasserfahrten mit dem Raftingboot mitmachen. Tennis- und Squashanlagen sowie das Mayrhofener Erlebnisbad runden das Sommeraktiv-Programm ab. Der Winter bietet ausgiebiges Sportvergnügen im über vier Millionen Quadratmeter großen Skigebiet, außerdem gibt es zahlreiche Langlaufloipen, Rodel- und Eisstockbahnen sowie einen Eislaufplatz.

Unterhaltung am Abend finden die Gäste in zahlreichen gemütlichen Lokalen, Pubs, Bars und Diskotheken sowie im Veranstaltungszentrum "Europahaus". Besonders am Herzen liegen den Mayrhofenern ihre jüngsten Besucher; auf sie warten eigene Kinderprogramme, ein großes Fest im Sommer, vier Kinderskischulen und "Wuppys Kinderland", ein Gästekindergarten für Kinder von drei Monaten bis sieben Jahren, im Winter.

Peterhof, Russland

29 Kilometer westlich von St. Petersburg liegt Peterhof, die ehemalige Sommerresidenz der russischen Zaren. In der warmen Jahreszeit ist das weltberühmte "russische Versailles" am Südufer des Finnischen Meerbusens Reiseziel von unzähligen Besuchern aus aller Welt.

Die Anfänge von Peterhof reichen in das Jahr 1704 zurück. Damals ließ Peter der Große an dem zum finnischen Meer abfallenden Ufer ein einfaches Holzhaus errichten. Als 1712 St. Petersburg russische Hauptstadt wurde, begann man mit dem Bau einer großzügigen Palastanlage nach den Vorstellungen und Entwürfen des Zaren. 1723 wurde Peterhof als Zarenresidenz feierlich eingeweiht. An der Anlage wurde auch nach Peters Tod weitergebaut. Sie gehört heute zu den bedeutendsten Schloßparkensembles des 18. und 19. Jahrhunderts. Bekannt wurde Peterhof vor allem durch die Fontänen und Wasserspiele im Schloßpark: allein die um 1725 entstandene Große Kaskade umfasst 17 Statuen, 29 Reliefe, 142 Wasserstrahlen und 64 Wasserspeier.

Die Stadt Peterhof hat heute etwa 83 000 Einwohner. Für Gäste gibt es kleine Cafes und Restaurants sowie preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten. Peterhof beherbergt zudem die größte Dependance der St. Petersburger Universität mit allen naturwissenschaftlichen Fakultäten.

Terracina, Italien

Hundert Kilometer südlich von Rom liegt Terracina, das schon 329 vor Christus als Kolonie römischer Bürger erwähnt wird. Die Stadt hatte nicht nur als Kreuzungspunkt der Via Appia und als Hafen Bedeutung, sie war auch Sommerfrische für erholungsbedürftige römische Bürger. Von dieser Vergangenheit zeugt noch heute eine gewaltige Tempelanlage hoch über der Stadt: Der Jupiter-Anxur-Tempel aus dem 1. Jahrhundert vor Christus auf dem 227 Meter hohen Monte Sant' Angelo.

Zahlreiche Baudenkmäler erinnern an die reiche historische Vergangenheit Terracinas: Die Kathedrale aus dem 12. und der Palast Venditti aus dem 13. Jahrhundert sowie die 1795 eingeweihte Residenz von Papst Pius, der Palazzo Braschi. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Forum Severiano und die Thermen Marina und Neptuniae.

Am zehn Kilometer langen Sandstrand kann von April bis Oktober gebadet werden, und die Sonne scheint in Terracina jährlich rund 530 Stunden länger als in Venedig. An den Abhängen der Monti Ausoni wächst deshalb auch der sonnenverwöhnte, berühmte Muscateller aus Terracina. Zahlreiche Hotels und Pensionen sowie ein großer Campingplatz bieten Unterkünfte in jeder Preisklasse. Die vorzügliche italienische Küche sowie die mediterrane Herzlichkeit der Einwohner sind die Garanten für einen erholsamen Aufenthalt.