Der Frieden muss erdroschen werden
Die Kaiserrede an die Bad Homburger über den Sonderfrieden mit der Ukraine am 10. Februar 1918

Friedensfeier im Schloss, 18. Februar 1918 - auf dem Balkon das Kaiserpaar Wilhelm II. und Auguste Viktoria
Mi., 14. Februar 2018, 19:00 Uhr

Vortrag in der Reihe Aus dem Stadtarchiv

Referent: Ulrich Hummel

Am 9. Februar 1918 schlossen das Deutsche Reich und die neue Volksrepublik Ukraine in Brest-Litowsk einen Separatfrieden. Am folgenden Tag hielt Kaiser Wilhelm II. im Schlosshof eine Rede „An seine lieben Homburger“. Darin sagte er den Anfang vom siegreichen Ende des Ersten Weltkriegs voraus. Immerhin handelte es sich hier um den ersten Friedensvertrag, dem andere in Osten folgten, vor allem am 3. März 1918 der Friede von Brest-Litowsk mit Sowjetrussland.

Am Ende seiner Rede soll der Kaiser den Satz geäußert haben:  „Der Frieden muss erdroschen werden!“ Da die Rede vor der Veröffentlichung in der Presse korrigiert wurde, geht der Satz nur auf mündliche Überlieferung zurück. Er passt aber zu der Aussageweise des Kaisers in dieser Zeit. Welche Hintergründe hatten seine drastischen Redewendungen? Warum spricht er von einer gottgewollten Entwicklung des Krieges? Warum hebt er die Person Hindenburgs so hervor, mit dem er knapp vier Wochen zuvor noch eine heftige Auseinandersetzung hatte? Wie ist sein Verhalten in den Jahren 1917/18 zu erklären, von denen er ein Jahr größtenteils in Bad Homburg verbrachte?

Warum kam es trotz des Sieges im Osten Ende 1918 zu einer deutschen Niederlage und zur Abdankung des Kaisers? Welche Rolle spielte Bad Homburg gegen Ende des Krieges? Der Vortrag beleuchtet diese Fragestellungen.

 

 

 

 

Preise

Eintritt frei

Veranstaltungsort

Stadtarchiv in der Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg v. d. Höhe

Tel.: 06172 100 4140

Parkplätze/Zufahrt über Mariannenweg

Veranstalter

Stadtarchiv in der Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 100 4140


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