19.11.2018

Im Advent dominieren auf der Bühne des Kurtheaters Ballett-Aufführungen

Ballettaufführungen gehören für viele Theaterbesucher in der Vorweihnachtszeit zum unbedingten „Muss“. Ihnen bietet das Bad Homburger Kurtheater den ganzen Dezember über einen Höhepunkt nach dem anderen. Und dabei sind es nicht allein die beliebten Klassiker „Schwanensee“ und „Nussknacker“, sondern auch Inszenierungen die man sonst nicht so häufig zu sehen bekommt.

Das beginnt am 4. und 5. Dezember, jeweils 20 Uhr, mit dem „Glöckner von Notre Dame“. Der 1831 veröffentlichte Roman von Victor Hugo handelt von der Macht der Religion und der Kraft der Liebe. Der Glöckner Quasimodo verliebt sich unsterblich in die schöne Zigeunerin Esmeralda. Deren Hinrichtung hat der Erzdiakon Frollo befohlen, weil sich die junge Frau ihm verweigert hat. Die Delattre Dance Company bringt diesen berühmten Stoff in einer frischen, neo-klassischen und modernen Ballettfassung auf die Bühne. 

Eine weitere Aufführung mit einem Thema aus der klassischen Literatur gibt es am 8. Dezember, 17 Uhr: Charles Dickens „Eine Weihnachtsgeschichte“ um den grausamen und menschenverachtenden Ebeneezer Scrooge bildet den Rahmen der diesjährigen Ballettaufführung der Ballettschule Waltraud Oremek-Reeves. Das Publikum erlebt ein faszinierendes Zusammenspiel aus charakteristischen Gruppentänzen und technisch anspruchsvollen und ausdrucksstarken Soli. 

Und dann folgen die Klassiker – am 9. Dezember um 17 Uhr „Schwanensee“, das, 1877 uraufgeführt, alles verkörpert, was klassisches russisches Ballett ausmacht. Wer kennt nicht den Tanz der vier kleinen Schwäne oder die atemberaubenden Sprünge und innigen Pas de deux am verträumten Schwanensee? Die unvergleichbare Musik von Tschaikowsky vereinigt sich mit dem gefühlsstarken Tanz zu einer eigenen Sprache. Das gilt auch für den „Nussknacker“, der am 21. Dezember um 19.30 Uhr gegeben wird. Zu sehen ist er in der märchenhaften Inszenierung von Petipa mit dem packenden Kampf des Zinnsoldaten gegen den Mäusekönig und der Reise durch die Zauberwelt. Für beide Aufführungen wurde das Russische Staatstheater für Oper und Ballett verpflichtet, das durch fantasievolle Bühnen- und Kostümgestaltungen, hohes tänzerisches Können und eine Choreografie überzeugt, die den historischen Vorgaben folgt und dennoch individuellen Charakter zeigt. Eine weitere Aufführung von „Schwanensee“, dann mit dem St. Petersburg Festival Ballet, steht am 13. Januar auf dem Programm.

Für Unterhaltung für Kinder und die ganze Familie sorgt bereits am 1. Dezember das Musical „Aschenputtel“. Mitreißende Pop-Songs, wundervolle Kostüme und überzeugende Darsteller bescheren dem Märchenklassiker ein Comeback. Der fantasievollen Produktion des Theaters Liberi gelingt mit heiterem Sound, witzigen Dialogen und einem farbenfrohen Bühnenbild ein besonderes Highlight mit einem furiosen Finale. 

Einen weiteren Höhepunkt im Kurtheater der Adventszeit setzt übrigens der Schauspieler Harald Krassnitzer, den man vor allem als Wiener Tatort-Kommissar kennt. In Bad Homburg zeigt er am Nikolaus-Tag, 6. Dezember, um 20 Uhr seine romantische Seite, indem er als Geschichtenerzähler den Menschen die schönen Traditionen der „Salzburger Weihnacht“ näher bringt. Dazu gehören nicht nur die Geschichten, sondern auch die Musik des Alpenraums in all ihren Facetten. 

Eintrittskarten zu den Veranstaltungen kosten zwischen 17 und 53 Euro und sind erhältlich in der Tourist Info + Service im Kurhaus, Tel. 06172-178 3710, E-Mail tourist-info@kuk.bad-homburg.de, oder bei Frankfurt Ticket, Tel. 069-13 40 400 oder www.frankfurt-ticket.de.

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