01.07.2019

Wissenswertes über emsige Bienen und – eine „römische“ Straßenbahnhaltestelle

Albert Einstein wird der Satz in den Mund gelegt „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“. Auch wenn der Nobelpreisträger sich wohl nie so geäußert hat, stimmt seine Behauptung nachdenklich. Zumal das Bienensterben Jahr für Jahr augenfälliger wird. Es gibt vielen Menschen Anlass, sich mit diesem nutzbringenden Insekt zu beschäftigen. Eine hervorragende Gelegenheit bietet der „Tag der Imkerei“, den der Bienenzuchtverein Obertaunus am Sonntag, 7. Juli, von 11 bis 17 Uhr veranstaltet. Dafür muss man hinauf auf die Saalburg fahren, denn unterhalb des Gasthofes befindet sich das Vereinsgelände – rund um die historische Straßenbahnhaltestelle, die zu besichtigen es sonst nur wenige Chancen gibt.

Hier hat der 1889 gegründete Verein, der heute mehr als 200 Mitglieder zählt und über 1000 Bienenvölker betreut, sein Hauptquartier. Er unterstützt die Imker, die angehalten sind, sanftmütige Honigbienen zu züchten, in allen notwendigen Belangen durch Beratungen, Schulungen und Verwaltung. Auf dem Saalburg-Gelände betreibt er eine Beleg- und Vermehrungsstelle. Wer viel Neugier auf die Imkerei mitbringt, kann am 7. Juli seinen Wissendurst löschen. Die emsigen Bienen werden im Flug beobachtet, in ihren Behausungen oder auch im Schaukasten. Für Kinder öffnet sich ebenfalls eine ganz neue Welt. Taunus-Imker stehen bereit, um Fragen zu beantworten. Darüber hinaus kann der Hunger auf Honig, Süßes und Deftiges gestillt werden. 

Aufregend ist außerdem, die wohl einzige „römische“ Straßenbahnhaltestelle zu besichtigen. Um 1900, als das Römerkastell Saalburg rekonstruiert und wieder aufgebaut wurde, ließen die Homburger eine Straßenbahn den Saalburg-Kamm erklimmen. Sie brachte Touristen zu der einzigartigen Attraktion. Nachdem die Bahn eingestellt wurde, übernahm der Bienenzuchtverein 1937 das Stationsgebäude. Im provinzialrömischen Baustil errichtet, ließ die Stadt Bad Homburg es unter Denkmalschutz stellen und Anfang des Jahrtausends grundlegend sanieren

 

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