01.07.2019

Der „Engel von Mogadischu“ und seine starken Schwingen gegen das Böse

Gabriele von Lutzau wird noch heute „der Engel von Mogadischu“ genannt. Als Stewardess Gabriele Dillmann war sie den Passagieren und Crew-Mitgliedern der Lufthansa-Maschine „Landshut“ bei der fünftägigen Entführung durch Palästinenser im Oktober 1977 eine wertvolle Unterstützung. Danach zog sie die Uniform aus und widmete sich der Kunst. Sie wurde eine international erfolgreiche Bildhauerin und stellt nun auch im Kulturzentrum Englische Kirche am Bad Homburger Ferdinandsplatz aus. „Auf starken Schwingen“ heißt ihre vom 6. bis 28. Juli laufende Schau nicht von ungefähr. Flügel sind für sie Symbole für Freiheit und Aufbruch. Und auch für Schutz. Sie übernehmen Wächter-Funktion wie die Schutzengel, setzen dem Bösen das Gute entgegen.

Gabriele von Lutzau bearbeitet das Holz mit Kettensäge und Feuer. Es entstehen „Schwingen“, manchmal als Flügel erkennbar wie in der Werkgruppe Ikarus, manchmal nur als Struktur in freien Fiederungen. Viele ihrer Skulpturen, die bis zu drei Meter hoch sind, lässt sie in Bronze gießen. In der Englischen Kirche zeigt die Künstlerin 40 Werke, zwei sehr große Flügel schuf sie eigens für diese Ausstellung. 

Die heute 64 Jahre alte Bildhauerin hat in ganz Deutschland ausgestellt. Aber auch in New York, Shanghai, Luxemburg, in der Schweiz und in Frankreich. Frankfurt und Michelstadt im Odenwald sind ihre Heimat und Basis. Gabriele von Lutzau wird die Ausstellung größtenteils selbst betreuen. Die Öffnungszeiten sind montags bis Freitag von 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Die Vernissage findet am Freitag, 5. Juli, um 19 Uhr statt.

 

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