29.08.2019

Rollende Denkmäler am Tag des offenen Denkmals auf der Brunnenallee

Zum zehnten Mal schicken die Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg und die Landesgruppe Hessen des Allgemeinen Schnauferlclubs am Tag des offenen Denkmals rollende Denkmäler auf Tour: Die Schlösser- und Burgenfahrt, die alle zwei Jahre stattfindet, startet am Sonntag, 8. September, ab 9 Uhr auf der Brunnenallee im Kurpark. In diesem Jahr lautet das Motto des Denkmaltages „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Entsprechend ist die Orientierungsfahrt ausgerichtet: Die Oldtimer, die die Technik und den Styling-Geschmack ihrer jeweiligen Baujahre widerspiegeln, werden zu Schlössern, Kirchen, Klöstern, historischen Fabrikhallen, prächtigen Häusern, Gärten und Parks gesteuert, wo Piloten und Copiloten gar nicht so leichte Fragen beantworten müssen. Sie stehen, wie die Streckenbeschreibung auch, im Bordbuch. Dieses informiert ebenso über die Sehenswürdigkeiten und macht auf Besonderheiten aufmerksam, aber um die Fragen beantworten zu können, bedarf es durchaus detektivischer Fähigkeiten.

Die Zuhausegebliebenen kümmert das wenig, sie können sich jedoch an dem rollenden Automobil-Museum erfreuen. Die Zeugnisse mobiler Vergangenheit stehen am Morgen vor dem Start zur Besichtigung frei auf der Brunnenallee, und man kann ihre Rückkehr hier ab etwa 16 Uhr verfolgen – dann auch vorgestellt und erklärt von Moderator Günter Krause.

Knapp 60 Fahrzeuge der Baujahre zwischen 1927 und 1986 sind gemeldet, und natürlich ziehen die Vorkriegsjahrgänge das besondere Interesse auf sich. Zum Beispiel der Vauxhall 30/98 Wensum body, der letzte von nur sechs gebauten, der Invicta 4,5 ltr. D Low Chassis, von denen heute nur noch 48 fahrbereit sind, der Hanomag Kurier, den der Großvater des Fahrers 1936 neu gekauft hatte und der immer noch im Familienbesitz ist, oder ein Railton Open Sportscar-Tourer Modell 20, das nur vier Mal gebaut wurde und von denen noch zwei fahrtüchtig sind. Auch unter den späteren Automobilen rollen „Schätzchen“ an: So das Armstrong Siddeley Hurricane 18 HP Drop Head Coupé von 1951, der ein Jahr ältere Bentley MK VI Sports Saloon 4,5 ltr., der Jaguar XK 140 OTS mit Rennmotor, der sich im unrestaurierten, authentischen 1955er-Zustand befindet, das zweitürige BMW 503 Cabriolet, dessen Erstbesitzer Herbert Quandt war, und ein sehr seltener erster japanischer Roadster, ein Datsun Fairlady SPL310 Cabrio von 1965. Eintritt wird natürlich nicht erhoben.

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