02.09.2019

Das Bad Homburger Horex Museum schließt – vorerst, denn die Wiedereröffnung ist geplant

Als das Horex Museum 2012 eröffnete, um Rückschau auf Produkte und Produktion der einstigen Bad Homburger Horex-Werke zu halten, gaben ihm einige Pessimisten kaum Chancen auf eine lange „Lebensdauer“. Sie glaubten, dass nicht genügend „Stoff“ für Ausstellungen mit den Kultmotorrädern vorhanden sei. Die letzten sieben Jahre lehrten sie eines Besseren. Doch nun hat das Horex Museum tatsächlich geschlossen – vorerst, denn ab dem kommenden Jahr wird es vorübergehend als Schaudepot des Städtischen historischen Museum wieder öffnen. Grund ist die notwendige Sanierung des Gotischen Hauses. Zehntausende von Objekten des städtischen Museums müssen dafür aus- und zwischengelagert werden. Das Horex Museum ist dafür das ideale Gebäude, denn hier ist die Sammlung für Interessierte weiterhin zugänglich. Angestrebt wird, das Horex Museum ab 2023 wieder dem Themenbereich Technik, Industrie und Gewerbe in Bad Homburg und natürlich der Horex-Geschichte zu widmen. 

Jedes Jahr zum Internationalen Horex-Treffen Ende August in der Nachbargemeinde Burgholzhausen fand der so genannte „Modellwechsel“ statt. Insgesamt also acht Mal. Kuratorin  Dr. Ursula Grzechca-Mohr erhielt bei der Zusammenstellung der Schauen wesentliche Unterstützung von Axel Butterweck vom MSC Bad Homburg und Frank Vollmer vom Horex-Club Taunus. Zusätzlich zum Horex-Thema gab es Sonderausstellungen zum Thema „Inspiration Technik“ und fünf Präsentationen von „Focus auf …“, die auch überregional bekannte Bad Homburger Industrie- und Gewerbebetriebe vorstellten, etwa die REX-Konservenglasgesellschaft, aus der die HOREX-Werke hervorgingen. 

Viele, viele Leihgeber, die ihre „Schätze“ für mehrere Monate zur Verfügung stellten, trugen zum Erfolg des Horex-Museums bei. Ein ums andere Mal kamen auch Medien-Vertreter ins Horex-Museum, um bundesweit über die Ausstellungen zu berichten. Trotz der begrenzten Öffnungszeiten zählte Dr. Grzechca-Mohr insgesamt fast 25.500 Besucher. 216 Führungen wurden angeboten, an denen erfreulicherweise häufig Kindergruppen, Jugendliche und Studierende teilnahmen.

Zurück zur Übersicht