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23.09.2019

Lesungen mit Norwegens Lotta Elstad, einem Ex-Neonazi und über Fontane

Die StadtBibliothek Bad Homburg (Dorotheenstraße 24) pflegt seit langem die Tradition, dass sie zur Frankfurter Buchmesse eine oder mehrere Lesungen veranstaltet. Dazu lädt sie Autoren ein, die aus dem jeweiligen Gastland kommen. In diesem Jahr hat Norwegen die Ehre und Lotta Elstad heißt die Schriftstellerin, die am Dienstag, 15. Oktober, um 19.30 Uhr zu Gast in der StadtBibliothek ist. Lotta Elstad hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, „Mittwoch also“ aber ist das erste, das auf Deutsch erschienen ist. Die Story: Die 33-jährige Hedda hat eine Lebenskrise. Ihr wird gekündigt und ihre Langzeitaffäre Lukas macht Schluss mit ihr. Sie wählt die große Geste und bricht zu einer Irrfahrt quer durch Europa auf, die mit einem Fast-Flugzeugabsturz über Sarajewo beginnt und mit einem One-Night-Stand mit dem Aussteiger Milo in Berlin endet. Zurück in Oslo stellt sie fest, dass sie ungewollt schwanger ist. 

Darüber hinaus gibt es im Oktober zwei weitere interessante Lesungen: „Theodor Fontanes zeitlose Heldinnen“ stehen am Dienstag, 8. Oktober, um 19.30 Uhr im Mittelpunkt. Dieses Themas hat sich zum 200. Geburtstag Fontanes der in Münster lebende und vielfach ausgezeichnet Schriftsteller Burkhard Spinnen angenommen. In seinem Buch stehen die Frauengestalten der acht „Berliner Romane“ und ihre Konflikte mit den gesellschaftlichen Konventionen der Zeit im Vordergrund. 

Christian E. Weißgerber gehörte, ehe er ausstieg, zur militanten Neonazi-Szene in Thüringen. Warum, das beschreibt der heute 30-Jährige in seinem Buch. Die beklemmenden Episoden aus seiner Jugendzeit verbindet Weißgerber mit politisch-psychologischen Analysen. Weißgerber klärt über ideologische Überschneidungen mit gegenwärtigen nationalpopulistischen Strömungen auf. Dabei legt er deren Strategien offen und skizziert gemeinsam mit dem Publikum Präventions- und Widerstandsstrategien. Lesung und Diskussion von „Warum ich ein Neonazi war“ mit Christian E. Weißgerber finden am Mittwoch, 30. Oktober, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

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