21.11.2019

Skulpturen von Jaume Plensa, Gemälde und Kunst aus dem Computer

Kulturliebhaber, die der bildenden und der bildhaften Kunst zuneigen, haben in den kommenden Wochen und Monaten in Bad Homburg etliche Möglichkeiten zum Ausstellungsbesuch. Einer der Mittelpunkte sind zweifelsohne die Skulpturen und Installationen von Jaume Plensa, die bis 18. April in den Jakobshallen (Dorotheenstr. 5) gezeigt werden. Der spanische Künstler war schon mehrfach mit Großskulpturen bei den „Blickachsen“ im Bad Homburger Kurpark vertreten, wie auch in zahlreichen Ausstellungen weltweit. Seine mehr als 50 dauerhaften Außenraumprojekte sind auf öffentlichen Plätzen rund um den Globus anzutreffen – so in London und Madrid, in Chicago, Montréal, New York und Rio de Janeiro oder in Dubai, Jerusalem, Seoul Shanghai, Singapur und Tokyo.  Nun hat er in der Kurstadt eine erste Soloausstellung. In den Räumen der ehemaligen Jakobskirche der Galerie Scheffel zeigt er eine fein abgestimmte Installation von Arbeiten unterschiedlicher Formate aus den Jahren 2016 bis 2019 und unterstreicht ihre poetische Kraft durch eine besondere Lichtgestaltung. Zu sehen sind kleine Bronzen ebenso wie einzelne seiner „Schriftkörper“ und eine Auswahl von verfremdeten Kopfporträts. Im großen Kirchenraum kommunizieren zwei vier Meter hohe Köpfe miteinander, während gleichzeitig ihre netzartige Gitterstruktur das Physische zu transzendieren scheint. Geöffnet ist Mittwoch bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Samstag 11 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Schräg gegenüber, im Museum Sinclair-Haus, ist noch bis zum 2. Februar Kunst aus dem Computer zu sehen: seit den 1980er-Jahren entstandene Werke von Künstlern, die sich mit ihren digitalen Kompositionen einem traditionellen Thema der Kunst annähern – der Natur. Mit ihnen loten sie die Grenze zwischen Wirklichkeit und Abbild aus und hinterfragen die menschliche Wahrnehmung der Welt. Öffnungszeiten: Dienstag 14 bi2 20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr. Eintritt sechs Euro, ermäßigt vier Euro. 

Im Rahmen der Slowakischen Kulturtage können bis zum 13. Dezember in der VHS (Elisabethenstraße) Fotografien von Monika und Prof. Lubo Stacho aus Bratislava angeschaut werden. Sie nahmen in mehreren Städte und Gemeinden der Slowakei jeweils ein jüdisches und ein christliches Gotteshaus sowohl innen als auch außen auf und stellten die Fotos jeweils nebeneinander: „Zwei Häuser eines Herren“. Geöffnet, montags bis freitags 9 bis 12 Uhr, dienstags und donnerstags 17 bis 20 Uhr. Eintritt frei. 

In der StadtBibliothek, Dorotheenstr. 24, werden bis zum 1. Februar die Gemälde gezeigt, die Christian Deutschmann nach Bildern in Zeitschriften aus den 20er- und 30er-Jahren malte. „Frontwheeldrive“ mit dem zentralen Thema Automobil lässt die Vergangenheit zur gefühlten Gegenwart werden. Dienstag bis Freitag 11 bi 18 Uhr, Samstag 11 bis 14 Uhr, Eintritt frei. 

Urte Rinke glaubt, dass es dem Menschen hilft, im Einklang mit einer intakten Natur zu leben. Sie malt Wege und Brücken in Landschaften (oft auch mit Gewässern) mit weiten Horizonten – für die Seele – mal in sehr zarten, lichten und mal in expressiv leuchtenden Farben, häufig mit schemenhaften Gestalten darin. Zu sehen, bei freiem Eintritt, im Kulturzentrum Englische Kirche am Ferdinandsplatz. Samstags und Sonntag von 11 bis 14 Uhr geöffnet, außerdem eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen. 

Auch im Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4, läuft eine Ausstellung. Die Frankfurter Künstlerin Julia Roppel präsentiert bis 31. Januar unter dem Titel „Via Appia e oltre“ ihren experimentellen Umgang mit Materialien. Thema ist die Via Appia in Italien, eine der ältesten Straßen der Welt. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 16 Uhr, Eintritt frei.

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