06.09.2021

12 Landgrafen regierten Hessen-Homburg in 400 Jahren

Bad Homburg vor der Höhe kann – nach Hölderlin und Landgräfin Elizabeth im Jahr 2020 – im kommenden Jahr ein weiteres „rundes“ Jubiläum feiern: Vor 400 Jahren wurde die Landgrafschaft Hessen-Homburg gegründet. Zahlreiche Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen sind geplant, aber einen Einstieg in die wechselvolle Geschichte bietet der Verein für Geschichte und Landeskunde schon am Dienstag, 14. September, Vorsitzende Prof. Dr. Barbara Dölemeyer und Gregor Maier, Kultur-Leiter beim Hochtaunuskreis, berichten über die Landgrafen, die in den 400 Jahren über ihr kleines Reich herrschten. Beginn ist um 19.45 Uhr im Kurhaus.

Zwölf Landgrafen waren es an der Zahl, beginnend mit Friedrich I., einem Sohn aus dem Hause Hessen-Darmstadt. Ihm wurde das Amt Homburg zugesprochen – 1622, also mitten im Dreißigjährigen Krieg. Zu diesem Zeitpunkt stand auf der Erhebung vor dem Taunus noch eine mittelalterliche Burg, die erst sein Sohn Friedrich II. abreißen und durch den einen barocken Schlossbau ersetzen ließ. Friedrich II. war eine der schillerndsten Figuren unter den hessen-homburger Landgrafen und erhielt eine literarische Würdigung durch Kleists „Prinz von Homburg“. So klein das Duodezfürstentum auch war, seine Landgrafen spielten und deren Frauen, die zum Teil als Vormund und Regentin für unmündige Söhne agierten, spielten in der deutschen und europäischen Adelsgesellschaft eine wichtige Rolle. Nach 244 Jahren fand Hessen-Homburg ein Ende, als mit Ferdinand 1866 der Letzte seines Geschlechts starb. 

Die beiden Referenten werden nicht nur die Lebenswege der zwölf Landgrafen vorstellen, sondern auch die wesentlichen Punkte ihres Wirkens für Hessen-Homburg skizzieren. Und sie werden den Spuren ihrer Tätigkeit nachgehen, die noch heute im Stadtbild Bad Homburgs präsent sind. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei.

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